Klinische Anwendungen

Anwendungen

Während andere Weiterbildungsinstitute den Einsatz von BMGIM auch in der beratenden Lebenshilfe, als Coaching und in der Begleitung spiritueller Entwicklungen lehren, wird im IMIT die Anwendung von BMGIM vor allem in Bezug auf klinische (musiktherapeutische und psychotherapeutische) sowie psychosoziale Kontexte gelehrt.

Im klinischen Bereich kann GIM als Musiktherapie und im Rahmen einer Psychotherapie in der Behandlung psychosomatischer Erkrankungen, Abhängigkeitserkrankungen, Depressionen, Zwängen und anderen ’neurotischen‘ Störungen, bei der Verarbeitung von Traumata und Lebenskrisen (wie z.B. Trennung oder Verlusterlebnisse), begleitend und als Nachsorge auch bei organischen Erkrankungen wie z. B. Krebs und chronischen Krankheiten wie z.B. Aids oder Schmerzpatienten sowie in der Hospizarbeit Anwendung finden.

Oft ist das „klassische“ GIM mit langen Musikprogrammen im klinischen Setting nicht möglich. Unter anderem liegt das an fehlender Zeit, weil Patienten in der Klinik nur eine für kurze Verweildauer bleiben oder weil die Räumlichkeiten nicht passend sind (zu viele Störungen von außen). Vor allem aber haben viele Patienten (z.B. traumatisierte Patienten) noch nicht genügend Ichstärke, um Musik nicht als Überflutung zu erleben.

Deshalb kommen hier die vielen besonders im Zertifikatskurs Musikimaginative Methoden (MiMe) vermittelten Methoden ins Spiel, musikimaginativ mit kurzen einzelnen Musikstücken zu arbeiten, um z. B. gezielt emotionale Ressourcen und Resilienzen zu wecken und zu verankern, um die Vorstellungskraft zu entwickeln, um die Mentalisierungsfähigkeit zu fördern. Malen zu Musik, Geschichtenschreiben zu gehörter Musik, Arbeit mit Fotos, etc. können situations- und prozessabhängig kleine therapeutische Schritte ermöglichen, an deren Ende dann die tiefergehende Arbeit mit GIM stehen kann.

Im psychosozialen Bereich kommt MiMe in der Arbeit mit Gruppen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene), in der Arbeit mit alten Menschen und in kreativer Projektarbeit zur Anwendung, d. h. überall dort, wo GIM nach Helen Bonny und modifiziertes GIM nicht möglich oder sinnvoll ist.

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